Die Ausstellung zeigt Fotografien und Lebensbilder geflüchteter Menschen aus Afghanistan und Syrien, die hier in Cottbus leben. Sie möchte helfen, ihre Schicksale besser kennenzulernen, und zur gegenseitigen Wahrnehmung und Verständigung beitragen.

Die Ausstellung wurde vom Freundeskreis Musica Sacra e.V. organisiert und im Rahmen der Interkulturellen Woche in Cottbus eröffnet.

neue Menschen in Cottbus

geflüchtet vor Krieg, aus Angst,

geflüchtet mit großer Hoffnung -

wir möchten uns ein Bild machen,

ein Bild von ihrem Leben, ein Bild ihrer Flucht

wir möchten ihr Bild vor Augen haben,

wir möchten sie sehen, wie sie uns begegnen

Die Idee, eine Ausstellung mit Fotografien und Lebensbildern von Flüchtlingen aus Cottbus in der Oberkirche St. Nikolai zu veranstalten, wurde im Herbst 2016 vom Vorstand des Freundeskreises Musica Sacra e.V. entwickelt, um geflüchtete Menschen besser kennen zu lernen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und sich ein persönliches Bild von ihnen und ihrer Lage zu machen. Mitglieder des Freundeskreises und der Kirchengemeinde St. Nikolai sowie fünf Schüler/innen des Evangelischen Gymnasiums fanden sich zusammen und besuchten die Flüchtlingsunterkunft des Diakonischen Werkes in Schmellwitz, begegneten Menschen im Sprech-Café der Freiwilligenagentur Cottbus und organisierten Treffen, um Interviews zu führen. Wir sind den Geflüchteten sehr dankbar, die bereit waren, uns ausführlich und mit großer Offenheit von ihrem Leben und ihrem Weg nach Deutschland zu erzählen. Die gesammelten „MenschenBilder“ möchten wir nun durch die Ausstellung vielen Menschen zugänglich machen, damit sie sich selber ein Bild machen können. Vielleicht entstehen weitere Begegnungen, eventuell ist die Ausstellung Ansporn zu Kontakt und Hilfeleistung oder einfach auch nur Anlass zur Reflektion über das eigene Menschenbild. Bis Ende Juni ist die Ausstellung in der Ev. Stadtkirche St. Nikolai in Forst zu sehen, von Juli bis September im Rathaus Cottbus.

Die Ausstellung darf weiterwachsen, um immer neue Bilder und Erzählungen ergänzt werden und gern an anderen Orten gezeigt werden, die Interesse an den Portraits haben, z.B. in Schulen, Verwaltungsfluren, Bibliotheken oder Gemeinderäumen. Gesucht werden auch noch weitere zugewanderte Menschen, die die Geschichten aus ihrer Heimat und ihrer Flucht gern erzählen wollen, um die Portraitreihe zu ergänzen. Bitte melden Sie sich im Kirchenmusik-Büro der Oberkirche St. Nikolai (kirchenmusik@st-nikolai-cottbus) oder bei Kirchenmusiker Peter Wingrich, wenn Sie Ansprechpartner sein wollen, Kontakte herstellen können oder auch Interesse daran haben, die Ausstellung für einige Zeit auszuleihen.